Aktuelles aus der Dördelstraße

„Haus an der Dördelstraße“ in Langendreer in Betrieb genommen

80 Bewohner ziehen in neues Haus um

Bochum-Langendreer. Eine Ära geht zu Ende, und ein neuer Abschnitt beginnt: 31 Jahre lang fühlten sich die alten und pflegebedürftigen Menschen im „Haus an der Grabelohstraße“ in Langendreer wie zu Hause. Nun sind die 80 Bewohnerinnen und Bewohner in das neue „Haus an der Dördelstraße“ umgezogen. Es ist der vierte Neubau, den die Senioreneinrichtungen der Stadt Bochum (SBO) zuletzt eröffnet haben – und nach den aktuellen Planungen der vorletzte. Die SBO betreiben damit im Stadtgebiet aktuell insgesamt sechs Häuser.

Für Einrichtungsleiter Martin Kollath und die rund 60 beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war der Umzug eine anspruchsvolle Aufgabe. „Die meisten unserer Bewohnerinnen und Bewohner verbinden mit dem ‚Haus an der Grabelohstraße‘ viele Erinnerungen, denken zurück an gemeinsame Erlebnisse und Veranstaltungen. Insofern ist ein Umzug immer auch ein emotionaler Moment, der vor allem bei älteren Menschen oft mit Unsicherheiten und Ängsten begleitet ist“, schildert Kollath.

Der Umzug selbst klappte dann wie am Schnürchen. „Jetzt werden wir uns einleben und gemeinsam das Haus kennenlernen“, sagt Martin Kollath. Die ersten Reaktionen seien überwiegend positiv: „Viele sind von den schönen Zimmern überaus angetan“, so Kollath. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Einzelzimmer, die allesamt mit elektrischen Rollläden ausgestattet sind. Der Garten, die Aufenthaltsräume und Gemeinschaftsbalkone geben genügend Raum und Platz, die Zeit gemeinsam zu verbringen und zu genießen. Darüber hinaus ist die Einrichtung in eine attraktive Umgebung eingebettet – wie dem neu gestalteten Volkspark, der denn auch schnell entdeckt werden soll. Ein Übriges tut das hausgemeinschaftsorientierte Wohnkonzept: Es lässt die Pflege so weit wie möglich in den Hintergrund und den Alltag in den Vordergrund rücken.

Manchmal ist es aber auch wichtig, dass nur vorübergehend professionelle Hilfen „rund um die Uhr“ geleistet werden, zum Beispiel nach einem längeren Krankenhausaufenthalt oder als Ersatz für die sonst pflegenden Angehörigen. Die 19 Plätze der Kurzzeitpflege, die nun im „Haus an der Dördelstraße“ entstanden sind, stehen ausschließlich für diese Zwecke zur Verfügung. Mit diesem neuen Angebot decken die SBO im Bochumer Osten einen Bedarf ab, der immer häufiger nachgefragt wird: „Unsere Kurzzeitpflege richtet sich an alle pflegebedürftigen Menschen, die vorübergehend eine stationäre Versorgung benötigen - egal, ob zur Entlastung der pflegenden Angehörigen, bei Urlaub oder Erkrankung der Pflegeperson, zur Krisenintervention bei kurzfristiger Verschlechterung des Gesundheitszustandes, aber insbesondere auch im Sinne der Mobilisierung bzw. Rehabilitation als Krankenhausnachsorge“, schildert Kollath. Menschen, die noch allein oder mit Unterstützung in ihrer eigenen Wohnung oder in der Familie leben, aber ihren Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen können, werden ab dem 1. März 2022 in einer angegliederten Tagespflege betreut. Durch die räumliche Nähe dieser drei Versorgungsformen ergeben sich zahlreiche Vorteile.

Mit insgesamt sieben Einrichtungen werden die SBO in naher Zukunft alten Menschen in Bochum ein attraktives Zuhause bieten. Aktuell betreiben die SBO das „Haus am Glockengarten“ in Altenbochum, das „Haus an der Graf-Adolf-Straße“ und das „Haus am Beisenkamp“ in Wattenscheid, das „Haus an der Dördelstraße“ in Langendreer, das „Haus an der Bayernstraße“ in Goldhamme sowie das „Haus an der Krachtstraße“. Ein weiterer Neubau ist an der Sommerdellenstraße geplant. Die SBO-Einrichtungen zeigen, wie zeitgemäße Altenhilfe aussehen kann: Die Wohn- und Lebensangebote in den Senioreneinrichtungen bieten den Menschen Hilfestellungen, die genau auf ihren Bedarf abgestimmt sind. Das Konzept, das die SBO anwenden, entspricht dem Lebensgefühl der Menschen, die in den Einrichtungen leben. „Der Erhalt von Selbstständigkeit und Eigenständigkeit älterer Menschen in ihrem Wohnumfeld sowie die Förderung der Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben sind für uns ganz wesentliche Elemente“, sagt Frank Drolshagen, Geschäftsführer der SBO.

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