Cafeteria-Speiseplan ab dem 18. Feburar 2019

Westfälischer Pfefferpotthast, Spitzkohl-Eintopf, Putencurry oder ein leckerer Kaiserschmarrn: Auf dem Speisenplan der Cafeteria im Haus am Glockengarten stehen auch im neuen Jahr wieder viele leckere Gerichte für jeden Geschmack. Montags bis freitags von 12:00 bis 14:30 Uhr sowie samstags von 12:30 bis 14:30 Uhr stehen Anwohnern aus der Nachbarschaft und Besuchern mehrere Gerichte zur Auswahl – darunter ein vegetarisches. Zum Menüangebot gehören eine Vorsuppe sowie ein Nachtisch. Der Preis bewegt sich zwischen 3,50 und 5 Euro. Wir wünschen guten Appetit!

Prüfdienste der Pflegekassen bestätigen SBO-Häusern hohe Pflegestandards

Mit hohen Pflegestandards und einer herzlichen Atmosphäre möchten wir unseren Bewohnern ein Zuhause bieten, in dem sie sich rundum wohl fühlen. Hierzu arbeiten alle Mitarbeiter der SBO eng zusammen. Egal, wie intensiv unsere Bewohner versorgt und betreut werden müssen – die Qualität in unseren Häusern stimmt. Dies bestätigen die Pflegenoten, die der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) bzw. der Prüfdienst der Privatkassen regelmäßig vergibt. Die SBO gehören mit ihren vier Einrichtungen in der Gesamtnote zu einem der besten Träger im Postanschriftgebiet Bochum. So erreichten die Häuser 2018 jeweils eine Gesamtnote zwischen 1,1 und 1,2. Die Bewohner bewerteten ihre Zufriedenheit mit Noten zwischen 1,0 und 1,2. Damit liegen die SBO in der Gesamtnote in drei Häusern über dem Landesdurchschnitt, der bei 1,2 liegt.

Nach einer Aufstellung des Internetportals „Pflegelotse“ gehören die Einrichtungen zu den besten in Bochum. So befinden sich unter den zehn besten Häusern in Bochum allein drei von der SBO. Der Notendurchschnitt aller vollstationären Einrichtungen im Postleitzahlengebiet Bochum liegt aktuell bei 1,42; der Notendurchschnitt der SBO-Häuser bei 1,13. Diese Notensituation ist eine Momentaufnahme. Die Daten stammen vom 11. Januar 2019.

Lachen ist die beste Medizin

Hans-Wolfgang Arndt ist in seinem Element: Der 60-Jährige hat Besuch von den beiden Clowns Mia und Clara. Sie möchten mit ihm das VfL Bochum-Lied singen, was für ihn eine leichte Aufgabe ist: „Ich bin mein ganzes Leben lang VfL-Fan“, sagt der Bewohner der SBO-Senioreneinrichtung „Haus am Glockengarten“. Gern stimmt er mit ihnen das Lied an – und sie haben viel Spaß dabei.
Lachen, so heißt es im Volksmund, ist die beste Medizin. Das „Haus am Glockengarten“ nimmt sich diese Erkenntnis zu Herzen: Seit kurzem besuchen Mia und Clara regelmäßig die Bewohner. Die beiden ausgebildeten Klinikclowns verstehen es, je nach Stimmung mit den Bewohnern in Kontakt zu kommen – sei es über Lieder, Kontaktspielchen, Handhalten, Anlächeln, Handpuppen, Seifenblasen oder Luftballons. Dies geschieht in den Aufenthaltsräumen oder bei wenig mobilen Menschen in ihren Zimmern, je nachdem, wie es am besten passt. Für die Bewohner ist der Besuch eine willkommene Abwechslung im Alltag – und für die Sozialarbeiterin Marina Probst eine gern gesehene Bereicherung: „Die Clowns schaffen es, auf einer anderen Ebene mit den Menschen in Kontakt zu kommen.“ Dies spielt insbesondere eine Rolle bei Bewohnern mit einer mittleren bis schweren Demenz. Gerade bei dieser Gruppe ist es häufig schwierig, den Einzelnen mit etwas Außergewöhnlichem, nicht Alltäglichem eine Freude zu bereiten.
Bei ihrem heutigen Besuch haben es Mia und Clara einfacher. Sie werden beim Kaffeetrinken im Aufenthaltsraum bereits erwartet, unter anderem von Ursula Dahlbeck (77) und Hildegard Malberger (76). Die zwei Bewohnerinnen finden es gut, dass die zwei Besucher regelmäßig hereinschauen. „Letztes Mal haben wir getanzt. Bei dem grauen Wetter lockert das die Stimmung auf“, sagt Ursula Dahlbeck.

Cafeteria-Speiseplan ab dem 24. Dezember 2018

Liebe Gäste und Besucher unserer Cafeteria,

die Weihnachtszeit bietet vielen die Gelegenheit, das Jahr Revue passieren zu lassen, mit der Familie und Freunden zu feiern sowie Pläne für die Zukunft zu schmieden. Auch bei uns ist das so. Voller Zufriedenheit blicken wir zurück auf ein Jahr, in dem sich unser Cafeteria-Angebot zu einem festen Angebot entwickelt hat. Wir erinnern uns gern an die vielen Begegnungen und Gespräche, die sich bei uns beim Mittagstisch im Glockengarten zwischen unseren Gästen und Besuchern ergeben haben. Das freut uns sehr, und wir hoffen, Sie auch nach den Weihnachtsfeiertagen wieder in unserem Haus begrüßen zu dürfen.

Während der Weihnachtsfeiertage hat die Cafeteria am 25. und am 26. Dezember für Sie jeweils von 14.30 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ab dem 27. Dezember stehen dann wieder viele leckere Gerichte für Sie auf dem Speiseplan.

Bis dahin wünschen wir Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Ihr Team aus der Cafeteria im Glockengarten

Weihnachtsmarkt im Glockengarten

Bochum. Geschenkideen an Handwerksständen, leckere Waffeln, Glühwein und Kinderpunsch: Es weihnachtete im Haus am Glockengarten: Am Samstag, 24. November, lud die städtische Senioreneinrichtung wieder zu ihrem traditionellen Weihnachtsmarkt ein. Die Besucher durften sich über viele Geschenkideen freuen: An den Handwerksständen lockten Adventsgestecke, Geschenkverpackungen, Schmuck, selbstgemachte Marmeladen, Holzarbeiten und vieles mehr. Im Café des Hauses dufteten Kuchen, Waffeln und Kaffee ebenso wie Glühwein und Kinderpunsch. Wer es lieber etwas deftiger mochte, konnte sich mit Brat- und Currywurst sowie Pommes frites stärken.

Neuer Glockengarten leitet neue Ära ein

Bocheum. Der „neue“ Glockengarten steht: Nachdem die Senioreneinrichtungen der Stadt Bochum (SBO) im vergangenen Jahr den Ersatzbau für das ehemalige Pflegeheim bezogen haben, das 2009 stillgelegt worden ist, feierten Bewohner und Nachbarn nun mit einem Sommerfest die Eröffnung des umgebauten Mitteltraktes.

SBO-Geschäftsführer Frank Drolshagen war die Freude über das Ereignis anzusehen. „Mit der Eröffnung des umgebauten Mitteltraktes findet eine intensive Bauphase ihren Abschluss“, schilderte er in seiner Festrede. Es sei ein Haus entstanden, das der vierten und fünften Generation der Seniorenheime entspreche. „Unsere 160 Bewohner erleben mit unserem hausgemeinschaftsorientiertem Betreuungsmodell eine ganz neue Form des Zusammenlebens“, so Drolshagen.

Mit einem Blick in die Hausgemeinschaften konnten sich die Besucher einen Eindruck davon verschaffen, wie sich die SBO als Betreiber künftig das Zusammenleben in ihren Einrichtungen vorstellt: Die Bewohner leben auf den vier Etagen in acht kleinen Gruppen zusammen. Gemeinsam bereiten sie das Frühstück und das Abendessen vor – das Mittagessen liefert nach Menüwahl die Zentralküche –, pflegen die Blumen und die Gartenkräuter auf dem Balkon, decken den Tisch oder planen den nächsten gemeinsamen Ausflug – alles selbstverständlich auf freiwilliger Basis. „Unsere Bewohner sollen sich ein Stück weit wie daheim fühlen und gleichzeitig ein seniorengerechtes Leben führen. Denn wie heißt es so schön: Wer rastet, der rostet“, so der Geschäftsführer weiter. Die Pflege tritt deshalb so weit wie möglich in den Hintergrund, der Alltag in den Vordergrund.

Ins Auge fällt, dass beim Umbau des Mitteltraktes der Charakter des alten Gebäudes weitgehend erhalten geblieben ist. Die Zimmer für die 80 Bewohner sind ungewöhnlich groß, viele Elemente wie Türen und Handläufe sind nach wie vor aus Holz. Gleichzeitig hielt die Modernität Einzug: Die Bäder wurden komplett erneuert, die Rufbenachrichtigungen der Bewohner erscheinen auf den schnurlosen Telefonen des Pflegepersonals. Darüber hinaus ließen die SBO das Trinkwasserleitungsnetz, die Lüftung und den Brandschutz auf den neuesten Stand bringen. Eine weitere Besonderheit: Ein Großteil der Zimmer sind mit Niederflurbetten ausgestattet, wie sie bereits im Neubau eingesetzt werden. Dadurch, dass sich die Liegefläche herunterfahren lässt, verringert sich die Verletzungsgefahr bei einem Sturz aus dem Bett. Vier Doppelzimmer bieten zudem Lebensgemeinschaften und Paaren Platz. Die Einzelzimmerquote liegt bei über 90 Prozent, im Neubau bei 100 Prozent.

Die moderne Form des Zusammenlebens soll sich indes nicht nur auf das Innere des Gebäudes beschränken. „Ganz nach dem Motto ‚Gemeinsam statt einsam‘ möchten wir unseren Bewohnern ein neues Zuhause bieten, das in ein soziales Umfeld eingebettet ist. In der Umgebung des Hauses entstehen deshalb Wohnungen für Jung und Alt, die Cafeteria der Seniorenwohnanlage dient als sozialer Treffpunkt“, sagte Drolshagen weiter.

Für Oberbürgermeister Thomas Eiskirch ist das ein zentraler Punkt. „Ich bin froh darüber, dass sich die Stadt Bochum schon früh zu ihrer Aufgabe bekannt hat, ihren Seniorbürgerinnen und –bürgern ein gutes Zuhause und ein würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen. Und ich finde es absolut beeindruckend, wie in und um die Senioreneinrichtungen der SBO herum unter dem Quartiersgedanken Menschen verschiedener Generationen zusammenrücken“, schilderte Eiskirch in seinem Grußwort. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen den Bedarf: In Bochum leben bereits heute über 100.000 Menschen, die 60 Jahre und älter sind.

Das Quartierskonzept kennzeichnet neben dem neuen Pflegekonzept die neue Ausrichtung, mit der sich die SBO für die Zukunft aufstellen und den Menschen in Bochum attraktiven Wohnraum bieten will. Die Wiedereröffnung des Glockengartens mit einer Investitionssumme von 15,5 Millionen Euro ist der erste große Step im Rahmen des Sanierungsprogramms, an dessen Ende die städtische Tochtergesellschaft  in acht Einrichtungen an sieben Standorten 692 Pflegeplätze betreiben will. Das sind 104 Pflegeplätze mehr als heute. Vier weitere Häuser entstehen hierzu in den nächsten drei Jahren am Beisenkamp, in der Krachtstraße, in der Sommerdellenstraße sowie an einem weiteren Standort im Bochumer Osten. Die SBO werden an allen Standorten Kurzzeitpflegeplätze anbieten und im Bochumer Osten eine Tagespflege eröffnen. „Indem wir zusätzliche Angebote schaffen, entlasten wir pflegende Angehörige. Auch dies ist ein wichtiger Effekt“, sagte Drolshagen. Insgesamt will das Unternehmen mit Investoren 55,5 Millionen Euro in den Um- und Neubau seiner Senioreneinrichtungen stecken.

Eingebettet war die Neueröffnung in ein buntes Sommerfest. Bewohner und Besucher freuten sich über abwechslungsreiche Darbietungen: Neben Steelband, Zaubershow, Walkact, Sambashow und Comedy-Jonglage lockte unter anderem ein umfangreiches Kinderprogramm.

               

Sommerfest zur Eröffnung des neuen Mitteltraktes

Doppelter Grund zum Feiern: Am Samstag, den 08. September, laden wir von 13.30 bis 17.00 Uhr nicht nur zu unserem Sommerfest ein. Gleichzeitig feiern wir an diesem Tag die Eröffnung des nach umfassenden Umbauten neu gestalteten Mitteltraktes. Hierzu begrüßen wir unter anderem unseren Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. Besucher dürfen sich auf ein attraktives Programm freuen, für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wir würden uns freuen, Sie in unserer Einrichtung begrüßen zu dürfen.

Salon-Quartett füllt Glockengarten mit Musik

Bochum. Das Warten hat sich gelohnt: Nach drei Jahren besuchte das Salon-Quartett der Bochumer Symphoniker die SBO-Senioreneinrichtung „Haus am Glockengarten“. Die Besucher hießen die Musiker herzlich willkommen: Mehr als gut besucht war der große Saal, der auch schnell mit Klängen der besonderen Klasse gefüllt war.

„Die Zuhörer waren von der Kraft der Instrumente und dem gelungenen Vortrag der vier Musiker verzaubert“, schildert Marina Probst vom Sozialdienst des Hauses. Der musikalische Genuss war den Besuchern auch an ihren Gesichtern abzulesen: Fast andächtig und mit angehaltenem Atem lauschten sie dem Salon-Quartett, das von Klassikern bis zur Volksmusik schöne Stücke zum Gehör brachte. „Es war wieder mal ein Highlight“, berichtet Sozialarbeiterin Probst – und dankt in diesem Zusammenhang der Stadt Bochum, die in regelmäßigen Abständen dem Stadtteil Altenbochum ein Konzert der Symphoniker schenkt. Folgende Musiker spielten im „Haus am Glockengarten“: Michael Grandjean (Violine), Andreas Weiß (Klarinette), Thomas Fleischer (Cello) sowie Martina Fleischer (Harfe).

Besuch vom Schwein

Bochum. Die Bewohner der Senioreneinrichtung „Haus am Glockengarten“, die an diesem Morgen im Gruppenraum im vierten Stock des Hauses zusammensitzen, haben ungewöhnlichen Besuch: Das Hausschwein Felix tippelt zwischen ihnen herum, lässt sich füttern und streicheln. Der Besuch zeigt Wirkung: „Unseren Bewohnern tut das unheimlich gut“, sagt Marina Probst vom Sozialdienst des Hauses.

Es sind vor allem demente Frauen und Männer, die im Stuhlkreis Platz genommen haben. Einige können sich nur noch bruchstückhaft an ihre Vergangenheit erinnern, einige sind in ihrer Wahrnehmung stark eingeschränkt. Doch Felix schafft es, ihnen Reaktionen zu entlocken: Freude, Staunen und Neugier breiten sich in der Runde aus. „Es ist die Kunst, diese Reaktionen und Emotionen zu bahnen oder positiv umzusetzen in eine geistige und körperliche Mobilisierung“, schildert Physiotherapeut Daan Vermeulen. Ihm gehört das Schwein, mit dem er regelmäßig Senioreneinrichtungen besucht. Vermeulen ist zudem gefragter Referent zum Thema „Tiergestützte Intervention bei Demenz“.

Für die Heimbewohner und das Personal ist der Besuch eine ganz besondere Erfahrung. Und ein Türöffner, wie Marina Probst erklärt: „Viele ältere Menschen sind mit Schweinen groß geworden. Der Umgang mit dem Tier weckt in ihnen Erinnerungen.“ Nicht nur das: Der Besuch lenkt vom Pflegealltag ab und erzeugt oft überraschende Effekte. So auch an diesem Morgen, an dem manch ein Bewohner ins Plaudern gerät, der sonst eher für sich lebt. „Das ist ein großer Schritt“, sagt Probst. Das Haus, das von den Senioreneinrichtungen der Stadt Bochum (SBO) betrieben wird, will Felix deshalb künftig wieder zu sich einladen.

Das Herz am rechten Fleck: Ellen Schlensak feiert 90. Geburtstag

Bochum. Großer Bahnhof für Ellen Schlensak: Die Leiterin des Singekreises im Haus am Glockengarten feierte jetzt im Kreis von Familie und Freunden in der Cafeteria der städtischen Senioreneinrichtung ihren 90. Geburtstag. Die Gratulanten erinnerten zu diesem Anlass an die außergewöhnliche Lebensleistung der engagierten Bochumerin.

SBO-Prokurist Frank Hillebrand hatte hierbei eine besondere Rolle: Neben seiner Funktion als Gratulant war er auch Gastgeber. Denn Schlensak hatte mit dem Haus am Glockengarten dorthin geladen, wo sie seit 46 Jahren den Singekreis leitet. Alle 14 Tage treffen sich hier Bewohner, Angehörige und Nachbarn aus dem Stadtteil zum gemeinsamen Singen. Darüber hinaus finden pro Jahr in der Regel bis zu zehn Konzerte im Glockengarten statt. Für Frank Hillebrand ist Schlensaks Engagement gar nicht hoch genug zu bewerten: „Gerade in Einrichtungen wie hier im Haus am Glockengarten, wo Menschen im Seniorenalter einen neuen Lebensabschnitt beginnen, neue Kontakte knüpfen und Anschluss finden müssen, ist eine Gesangsrunde eine hervorragende Gelegenheit dafür. So kommt erst gar kein Gefühl der Einsamkeit und Isolation auf, so lernt man schnell und einfach sein neues Umfeld und die Menschen darin kennen.“

„Taffe Ratsfrau“

Das Engagement für andere Menschen zieht sich durch Ellen Schlensaks gesamtes Leben. Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche erinnerte in ihrem Grußwort an eine „taffe Ratsfrau“, die 20 Jahre lang der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bochum angehörte. Hier leitete sie unter anderem den Sozialausschuss. So hatte Schlensak maßgeblichen Anteil daran, dass heute jedem pflegebedürftigen alten Menschen in Bochum ein Heimplatz angeboten werden kann. Ebenso war sie von 1980 bis 2000 Mitglied im Beirat der JVA Bochum. Hier setzte sie sich für die Förderung der sozialen Kontakte der Gefangenen zu ihren Familien ein, um ihnen eine Perspektive für die Zeit nach der Haft aufzuzeigen. Denn auch dies macht Ellen Schlensak aus: „Sie hat ihr Herz am rechten Fleck“, sagte Pfarrer Thomas Vogtmann. Schlensak engagierte sich viele Jahre in der Evangelischen Kirchengemeinde Langendreer-Süd und füllte den Begriff „Pfarrfamilie“ mit Leben. Dies übrigens gern mit offenen Worten: „Da musste manchmal auch der Pfarrer stramm stehen“, schilderte Vogtmann schmunzelnd. Und er zollte Schlensak großen Respekt vor ihrer Bodenhaftung: „Sie waren nicht nur in der großen Politik unterwegs, sondern auch zuhause in der Nachbarschaft.“ In der Nachbarschaftshilfe, in der sie seit 1981 tätig ist, konzentriert sie sich vor allem auf Einzelfallbetreuungen, in die sie als stets ansprechbare Partnerin viel Zeit investiert.

Der Rat der Stadt Bochum würdigte Ellen Schlensaks Verdienste im Jahr 1994 mit der Verleihung des Ehrenringes. Der ehemalige Bundespräsidenten Johannes Rau zeichnete sie mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.

Bildzeile: Feierte jetzt im Kreis von Familie und Gästen ihren 90. Geburtstag: Ellen Schlensak (m.), langjährige Leiterin des Singekreises in der Senioreneinrichtung „Haus am Glockengarten“.