Herbstfest mit den „Knurrhähnen“

Herbststimmung in unserer Senioreneinrichtung in der Bayernstraße: Der Shantychor „Die Knurrhähne“ sorgten wie in den vergangenen Jahren bei unserem traditionellen Herbstfest für beste Stimmung. Neu war, dass einige „Knurrhennen“ die Männer stimmgewaltig unterstützten. Ähnlich umfassend wie die Unterhaltung war das kulinarische Angebot: Neben Kaffee und Kuchen gab es ein zünftiges Bier und leckere Bratwurst. Die Resonanz war entsprechend groß: Neben Bewohnern und deren Angehörigen kamen auch viele Nachbarn und Gemeindemitglieder, um gemeinsam einen schönen herbstlichen Nachmittag zu verleben.

Alle Kinder dieser Welt

Jedes Jahr nehmen die Kinder der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Anna in der Trägerschaft des Kita Zweckverbandes an einem Projekt im Rahmen des Stadteilverbunds Westend teil – in diesem Jahr zum Thema „Alle Kinder dieser Welt“. Spielerisch mit einer Weltkugel und tänzerisch verdeutlichten sie, dass alle Kinder trotz aller Unterschiede zu einem Planeten gehören. Senioren aus der SBO-Senioreneinrichtung „Haus an der Bayernstraße“ unterstützten die Kinder tatkräftig bei ihrer Vorführung auf dem Westendfest. Die SBO stellten sich auf dem Westendfest darüber hinaus mit einem Stand vor.

 

Sommerfest am Hawaiistrand

Hawaiistimmung im Haus an der Bayernstraße: Eine Woche tauchten die Bewohner der SBO-Senioreneinrichtung in das Leben auf der US-Amerikanischen Pazifikinsel ein. Sie sahen sich Filme über die Insel an, backten Ananas- und Kokoskuchen, aßen Hawaiischnitzel mit Reis und Currysauce und bastelten Hibiskusblüten, mit denen sie die Cafeteria schmückten.

Am Ende der Woche kamen alle Eindrücke zusammen: Die Senioreneinrichtung lud zum Sommerfest ein und verwandelte sich in einen Inselstrand – bereits vor dem Haupteingang machte ein Schlauchboot auf den besonderen Tag aufmerksam. Die SBO-Mitarbeiter, die sich unter anderem stilecht mit Baströcken geschmückt hatten, überreichten jedem Gast einen Blumenkranz. Auch das kulinarische Angebot erinnerte an das Inselleben: Neben den selbstgebackenen Kuchen gab es Fruchtspieße, Cocktails und leckere Smoothies. Für den passenden musikalischenRahmen legte DJ Gerd Dominik gute Laune auf. Birgit Gimpel vom Sozialdienst freute sich über den Verlauf, die Stimmung und das Wetter: „Es war heute wie in der Südsee: nach einem satten Tropenregen kamen die Sonne und eine leichte Brise.“ Was will man mehr?

 

Kunst mit Kreide

Bochum. Eine Sonne, Blumen, Herzen, Fische und ein Haus: Viele bunte Motive schmücken jetzt den Innenhof des Hauses an der Bayernstraße. Zehn Mädchen und Jungen aus der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Anna in der Trägerschaft des Kita Zweckverbandes statteten der SBO-Senioreneinrichtung einen Besuch ab und bemalten den Innenhof mit Kreide. Die Bewohner freuten sich über die kreativen Aktivitäten: Viele gesellten sich dazu und verfolgten das Treiben mit großem Interesse. Der Stippvisite der Kinder in der Senioreneinrichtung ist dabei nichts Ungewöhnliches: Das „Haus an der Bayernstraße“ und die Kindertagesstätte kooperieren schon seit langem miteinander und besuchen sich regelmäßig gegenseitig.

 

Frühling in der Bayernstraße

Im Haus an der Bayernstraße hält der Frühling Einzug: Gemeinsam mit Nachbarn, Freunden, Angehörigen und Gemeindemitgliedern der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden in Goldhamme haben die Bewohner unserer Senioreneinrichtung jetzt ein buntes Frühlingsfest gefeiert.  Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt der „Ruhrkadetten“: Der Männergesangsverein ist regelmäßiger Gast bei uns und kam mit seinen altbekannten Seemannsliedern wie in den Jahren zuvor bestens an.

Darüber hinaus lockte ein kleiner Frühlingsmarkt Bewohner und Besucher mit Schmuck, Deko-und Bastelartikeln. Der Hospizverein Wattenscheid informierte zudem über seine Arbeit.

Großelterntag: Interkulturelle Brücke zwischen Alt und Jung

Bochum-Hamme. Seit Februar 2017 ist die neue Kindertagesstätte der AWO im Stadtteil Hamme in Betrieb. Sie liegt direkt gegenüber der SBO-Senioreneinrichtung „Haus an der Bayernstraße“ und ist „pantoffelnah“ erreichbar. Was liegt da näher, als die direkte Nachbarschaft im Quartier generationenübergreifend zu gestalten?

Eine „Großelternwoche“ machte nun nach der Eröffnung der Kita den Auftakt. Die Kindertagesstätte hatte Bewohner aus der Senioreneinrichtung eingeladen, einige Stunden mit den Kindern zu verbringen, deren Großeltern nicht kommen konnten – beispielsweise, weil sie noch in Syrien sind. Wilma Striedelmeyer, Christa Büttner, Lieselotte Diel und Rolf Koch ließen es sich nicht nehmen, den jungen Nachbarn einen Besuch abzustatten. Das Treffen war ein voller Erfolg: „Senioren und Junioren hatten keinerlei Kontaktschwierigkeiten und durften besondere Momente der Nähe erleben“, schildert Birgit Gimpel, Sozialarbeiterin in der Senioreneinrichtung. Am Ende waren sich alle einig, dass der Besuch eine Wiederholung finden soll. „Wir wollen eine stabile interkulturelle Brücke zwischen Alt und Jung bauen, die alle als bereichernd empfinden“, sagt Gimpel.

 

Veranstaltungen 2018

In unserer Senioreneinrichtung finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die unser Haus mit Leben füllen. Lesen Sie hier, was wir uns unter anderem für die nächsten Wochen und Monate vorgenommen haben. Gäste sind herzlich willkommen.

19.01.   ab 10.00 Uhr Kleiderverkauf (Remo-Moden)
31.01.   15.30 Uhr Auftritt des musikalischen Duos (Frau Langner/Herr Winkler)
12.02.   15.00 Uhr Rosenmontagsfeier
29.04.   15.30 Uhr Frühlingsfest mit den Ruhrkadetten (Shanty-Chor)
16.05.   15.30 Uhr Drehorgelkonzert mit dem Duo Kurt Mischak/ Bernhard Benjamin
25.06.   Beginn der Themenwoche „Hawaii“
05.07.   ab 14.00 Uhr Sommerfest (krönender Abschluss der Themenwoche)
06.07.   ab 14.00 Uhr Schuhverkauf (Schuh-Residenz Wuppertal)
15.08.   15.30 Uhr Auftritt des Jahnel-Kestermann Chores
07.10.   15.30 Uhr Herbstfest mit den Knurrhähnen (Shanty-Chor)
02.11.   ab 14.00 Uhr Schuhverkauf (Schuh-Residenz Wuppertal)
29.11.   ab 14.00 Uhr Adventsbasar

Regelmäßig stattfindende Aktivitäten:
Musikalischer Auftritt des Duos Schneider jeden letzten Mittwoch im Monat.
Monatlicher Besuch der Therapieclowns (spezielles Angebot für Bettlägerige und Bewohner mit Demenz)

Das Westend putzt sich

Als sich am Dienstag, 13. März, Anwohner des Westends trafen, um das Viertel vom Müll zu säubern, waren auch Bewohner der SBO-Senioreneinrichtung Bayernstraße aktiv. Trotz Dauerregens ließen es sich Horst Kreft und Rolf Koch nicht nehmen, Müll aufzusammeln. Das Ergebnis ist unübersehbar.

 

 

Besuch vom Hund

Erika Fink kennt die Kniffe, wie sie einen Hund locken kann. Dem portugiesischen Podengo Artur reicht sie die offene Hand, der Hund revanchiert sich mit einem Pfötchen. Die 75-Jährige hatte früher selbst einen Jagdhund – eine „Heidewachtel“, wie kleine Münsterländer auch heißen.

Jede Woche Dienstag bekommt Erika Fink Besuch von Artur und den zwei Galgos Greta und Marnie. Die drei Hunde gehören Birgit Stade vom Hundebesuchsdienst „Leben mit Tieren“ Bochum. Sie sind schon etwas älter und lieben es, getätschelt und gestreichelt zu werden. In der Senioreneinrichtung Bayernstraße der SBO herrscht daran kein Mangel, wenn Erika Fink und im Schnitt rund zehn weitere Bewohner die Tiere im Aufenthaltsraum empfangen. Dann wird gelacht und erzählt.

Tiere sind Türöffner zum Menschen

„Die Tiere sind ein Türöffner“, berichtet Sozialarbeiterin Birgit Gimpel. Sie organisiert und betreut den Kontakt zu den Hunden, der seit gut fünf Jahren jeden Dienstag in der SBO-Einrichtung stattfindet. Dies passiert übrigens nicht ganz zufällig: Studien zeigen, dass Besuche von Kindern und Tieren bei Senioren besonders gut ankommen. Durch die Erfahrungen, die sie gemacht hat, fällt es ihr sehr leicht, diese Aussage zu bestätigen. „Die Tiere tragen erheblich dazu bei, dass unsere Bewohner untereinander in Kontakt kommen und sich gegenseitig austauschen“, schildert Gimpel. Der Besuch des Hundes belebt und aktiviert alte Menschen und ist mehr als eine willkommene Abwechslung.
Dies passiert auch auf spielerische Art. Wenn Artur mit dem großen Stoffwürfel beispielsweise eine Eins würfelt, singen die Senioren gemeinsam „Schneeflöckchen“. Würfelt er eine Zwei, heben sie die Arme hoch. Bei einer Sechs bekommt der Hund ein Leckerchen. Auch bei Ruth Just sind die Hunde gern gesehen. Die 80-Jährige hatte früher selbst einen Dackel, ihre Schwester einen Pudel. Für den Hund ihrer Tochter hat sie extra einen Körbchen mit einer Decke besorgt, damit der sich bei seinen Besuchen auch wohl fühlt. Dass der partout nicht ins Körbchen will, erzählt sie mit einem herzhaften Lachen. Genauso groß ist ihre Freude, wenn dienstags der Besuch von Birgit Stade mit ihren drei Hunden auf dem Plan steht. „Das hat immer etwas Lebhaftes. Ich finde das sehr gut“, erzählt sie.

 

Viel mehr als nur Quatsch

von Gernot Noelle, WAZ

„Ach, guck mal“, ist Lina Winkelmann freudig überrascht. Der Anton ist da. Bunt angezogen steht er an ihrem Bett: kurze Lederhose, grelle Strümpfe, gelbes Hemd, rote Hosenträger, hellblaue Mütze und mitten im Gesicht eine knallrote Nase. „Ich bin der Anton. Kennen Sie mich noch?“, fragt der lustige Vogel. Aber sicher! Und der Anton ist nicht allein. Er hat Freundin Lilly mitgebracht. Zusammen singen sie Lina Winkelmann ein Lied: „Heute sind wir wieder da, heute ist es wunderbar.“ Lilly zupft auf ihrer Ukulele, während Anton die Hände der alten Damen zum Tänzchen schwingt.

Gute Laune im Seniorenheim. Die Clowns machen heute ihre monatliche Visite im Haus an der Bayernstraße. Seit Dezember sind Lilly und Anton einmal im Monat für drei Stunden hier in Hamme, um in erster Linie den Dementen und Bettlägerigen den Alltag ein wenig zu versüßen. „Das kommt bei unseren Bewohnern super an“, freut sich Birgit Gimpel vom Sozialen Dienst über den fröhlichen Besuch.

Eine rote Clownsnase für das Geburtstagskind 

Vor dem lustigen Schabernack, den Lilly und Anton so treiben, ist keine der sieben Wohngruppen sicher. Obwohl sich die beiden vor ihrer Visite beim Pflegepersonal natürlich erkundigen, wen sie mit ihren Späßen aufs Korn neben können – und wen besser nicht. Lisbeth Przygoda zählt zu jenen, die sich über den Clownsbesuch freuen. Gerade heute, an ihrem 90. Geburtstag. Lilly und Anton haben natürlich Geschenke dabei: ein Herz und eine Clownsnase, die die Jubilarin begeistert aufsetzt.

Ein festes Programm spulen die beiden dabei nie ab. „Wir gehen ganz spontan mit dem um, was gerade auf den Zimmern oder in den Gruppen passiert“, erklärt Anton. Auf den ersten Blick sehe das, was Lilly und er veranstalten, vielleicht nach Quatsch aus. Doch für Anton ist es weit mehr als das. „Wir nehmen jeden Menschen ernst, nur eben auf komische, leichte Weise.“ Dabei könne es mal laut, mal fröhlich, aber durchaus auch mal bedächtig werden. „Viele Bewohner leben in einer eigenen Welt. Dort können wir als Clown eintauchen.“

Oft können die beiden Clowns auch an frühere Begegnungen anknüpfen. Wie bei Ernst Gelfert. „Mit ihm gründen wir bestimmt mal einen Gesangsverein“, lacht Lilly. Denn Gelfert singt für sein Leben gern. Und so stimmen Lilly und Anton sogleich mit ein. „Hoch auf dem gelben Wagen“, „Im Märzen der Bauer“ oder auch „Oh, du lieber Augustin“ – der Senior ist nach wie vor gut bei Stimme und textsicher. Bei der nächsten Visite in vier Wochen – so viel ist sicher – steht in diesem Zimmer das nächste Kurzkonzert an.

In der Zwischenzeit haben Lilly und Anton noch andere Termine. Meist in Kinderkliniken, mit dem geographischen Schwerpunkt im Ruhrgebiet. Zweimal pro Woche ist Anton für den Verein Clownsvisite aktiv. In seinem „anderen Leben“ ist er Mitgeschäftsführer eines Bioladens. Clown zu werden war immer sein Traum. „Als Kind war ich der Kleinste und schüchtern“, sagt Anton. „Mit dem Humor konnte ich das kompensieren.“

 

Fotos: Franz Luthe, WAZ